Wir vergeuden viel zu viel Zeit damit, mit dem Auto nutzlos im Stau zu stehen. Wer seine Zeit sinnvoller nutzen will, der fährt mit dem E-Bike zur Arbeit. Das Pedelec eignetet sich hervorragend, um unverschwitzt und munter im Büro anzukommen. Und Staus, Warten auf die Bahn, Parkplatzsuche, teure Spritpreise, all das gehört damit auch der Vergangenheit an. Man schont zudem die Umwelt und fördert dazu die Gesundheit, denn der Kreislauf wird angeregt, der Stoffwechsel beschleunigt, die Fettverbrennung angekurbelt und das Immunsystem gestärkt. Doch was gehört zur Erstausstattung für einen Pendler? Mit dieser Frage setzt sich der folgende Ratgeber auseinander.

Das richtige E-Bike

Welches Bike sich am besten eignet, ist davon abhängig, wie lang und vielfältig die zu bewältigenden Wege sind und wie der Straßenbelag ist. Auch die eigenen Vorlieben spielen eine Rolle. Es gibt Pedelecs mit Trittunterstützung bis zu 25 km/h und die schnellen S-Pedelecs bis 45 km/h. Beachte: nicht immer ist das schnellere S-Pedelec auch als erster am Ziel. Denn als zulasungspfichtiges Kraftfahrzeug darf es keine Radwege benutzen. Das Pedelec 25 spielt seinen Vorteil in der Stadt aus. Tatsächlich ist es bis zu vier Entfernung von 5-8 Kilometern das schnellste Transportmittel in der City. Das S-Pedelec kann eine stärken auf freien Strecken ohne viele Ampeln über Land ausspielen. Deswegen: vor einem Kauf erst einmal die genaue Strecke abfahren und die Ziele stoppen.

Zubehör

Befinden sich am Bike keine Lampen, Reflektoren und Schutzbleche, empfiehlt es sich, diese zu kaufen. Erstere Zubehörteile sind wichtig, um im Straßenverkehr gut sichtbar zu sein. Der Gesetzgeber erlaubt seit geraumer Zeit batteriebetriebene Lampen. Es gibt Steck-Lichter mit Batterie – oder aber fest verzaubere Lampen für E-Bikes die über den Akku des Rades gespeist werden. Ebenso darf eine Klingel am Lenker nicht fehlen, die in verschiedenen Größen und Varianten erhältlich ist. Als Ganzjahres-Pendler sind Schutzbleche und Gepäckträger nützlich, wenn man nicht klatschnass nach einem Regenguss vor seinem Chef stehen will. Eine Fahras-Packtasche hilft, Arbeitsunterlagen und Computer sicher zu verstauen. Es gibt mittlerweile Fahrrad-Packtaschen, die bequem als Rucksack oder Umhängetasche getragen werden können, wenn man sie vom Träger entfernt. Unverzichtbar ist als Pendler ist außerdem ein gutes Fahrradschloss mit hoher Sicherheitsklasse. Denn es wäre sehr ärgerlich, wenn man nach Feierabend plötzlich vor einem leeren Fahrrad-Stellatz steht.

Versicherung für das E-Bike abschließen

Um mit dem Rad langfristig eine Menge Fahrspaß zu erleben, ist es ratsam, es vor eventuellen Schäden, Vandalismus oder sogar Diebstahl zu schützen. Hierfür sollte eine eBike Versicherung abgeschlossen werden. Die Diebstahlrate ist insbesondere in den Städten besonders hoch. Der Abschluss einer entsprechenden Versicherung empfiehlt sich daher bei teuren Bikes umso mehr. Zwar ist ein Fahrrad – und damit auch ein E-Bike – in den meisten Fälle auch in einer Hausratversicherung inkludiert. Doch meist gibt es Ausschuß-Klauseln: da ist das E-Bike zum Beispiel nur bis zu einem Wert von 2.500,- EUR versichert oder aber der Versicherungsschutz besteht nur am Wohnort im Keller. Eine spezielle Fahrradversicherung kann da mehr leisten. So können neben Diebstahl und Vandalismus auch Defekte und Bedienfehler versichert werden. Manche Policen gehen sogar so weit, dass sie den Verschleiß versichern und im Schadensfall einen Abholtdienst bieten. Mehr Service geht nicht.

Gepäckträger oder Rucksack

Wer zur Arbeit pendelt, der hat meist ein paar Dinge zu transportieren: Schlüssel, Handy, Brieftasche, Laptop oder Tablet, Arbeitsunterlagen. Das alles soll sicher und wohlbehalten ankommen. Sehr sportliche E-MTBs oder E-Roadbikes besitzen jedoch keine Möglichkeit der Gepäckmitnahme. Eine gute Idee ist es daher, ein E-MTB mit einem Gepäck- oder Frontträger auszusuchen. Die Klasse der sogenannten SUV E-Bikes sind sportliche Mountainbikes mit Schutzblechen, Gepäckträgern und etwas komfortablerer Sitzposition (Hier lesen) Hat das Wunsch E-Bike keinen Gepäckträger, kann man nachträglich einen nachrüsten, oder alternativ einen Rucksack zu verwenden, in dem die wichtigsten Utensilien wie Arbeitsmaterialien, Wechselkleidung bis hin zu Einkäufen verstaut werden können. De Rucksack sollte am Rücken nicht flächig aufliegen, sondern ausreichend belüftungskanäle haben, um Schweißfrei im Büro anzukommen. Eine Packtasche sollte wasserdicht sein. Praktisch sind Packtaschen mit einer Schnellkupplung, dank derer eine Seitentasche schnell und einfach montiert werden kann.

Geeignete Kleidung

“Es gibt kein schlechtes Wetter – sonder nur schlechte Kleidung!”. Diesen Spruch hat jeder irgendwann einmal gehört. Als Fahrradhändler bewahrheitet er sich auch. Mit geeigneter Kleidung macht es sogar bei schlechtem Wetter Spaß, E-Bike zu fahren. Der innere Schweinehund wird dank E-Bike sogar noch kleiner. Die Voraussetzung für den Spaß sind jedoch regenfeste und atmungsaktive Materialien. Denn es nützt nichts wenn der Regen zwar von außen abgehalten wird – aber der Schweiß von innen an der Regenkleidung kondensiert. Es empfiehlt sich hier ein paar Euro mehr für qualitativ hochwertigere Markenware auszugeben. Dann gibt es auch wasserdichte Reisverschlüße und regenfest verschweißte Nähte. Als Basis-Bekleidung haben sich ein leichter Windbreaker, eine atmungsaktive Regenjacke und eine atmungsaktive Regenhose bewährt. Nicht zu eng kaufen! In der kalte Jahreszeit kann man dann noch ein wärmendes Fleece bzw Funktionsunterwäsche drunter anziehen. Ansonsten empfiehlt es sich, bequeme, nicht einengende Kleidung zu tragen.

Helm

Es gibt derzeit hierzulande keine Pflicht, einen Helm zu tragen. Die Nutzung empfiehlt sich jedoch. Ein Fahrradhelm kann bei eventuellen Unfällen effektiv vor schweren Kopfverletzungen schützen.

Zusammenfassung

In den Stoßzeiten kommt man insbesondere im Stadtverkehr mit dem Auto nur mühsam voran. Da bietet es sich förmlich an, den Pkw gegen ein E-Bike zu tauschen, um entspannter unterwegs zu sein. Damit können auch Strecken von mehr als zehn Kilometer absolviert werden, ohne sich dabei zu verausgaben und verschwitzt am Ziel anzukommen. Gewisse Anfangsinvestitionen sind notwendig und dann kann der Fahrspaß auch schon beginnen. Fahrräder und umso mehr E-Bikes sind begehrtes Diebesgut. Daher ist ein gutes Fahrradschloss sehr wichtig. Daneben empfiehlt sich der Abschluss einer Versicherung. Die passende Kleidung ist unverzichtbar.