Seitdem E-Scooter im Straßenverkehr gefahren werden dürfen, steht insbesondere die Sicherheit der Fahrer im Mittelpunkt zahlreicher Diskussionen. Diese ist je nach Modell nicht immer gegeben, da sich neben hochwertigen E-Scootern auch eine Vielzahl an Billigprodukten auf dem Markt etabliert haben. Entsprechend gilt der Grundsatz: E-Scooter ist nicht gleich E-Scooter. Doch welche Aspekte zeichnen einen guten und vor allem sicheren Elektro-Tretroller aus und worauf sollte beim Kauf geachtet werden, um das Risiko im Verkehr zu minimieren?

Kleine E-Scooter, viel Technik

Auf den ersten Blick mag es vielleicht anders wirken, doch E-Scooter verfügen über jede Menge technische Elemente, die geprüft werden müssen. Andernfalls sind sie für die Nutzung im Straßenverkehr nicht zulässig. So müssen die Sicherheit der Batterie, die Leistung des Motors sowie Manipulationsschutz der DIN EN 15194 Norm entsprechen. Nach selbiger Norm werden auch Elektrofahrräder geprüft und zugelassen. Ferner bedarf es eines weißen Frontscheinwerfers, seitlichen Rückstrahlern sowie einer Schlussleuchte, die allesamt eine Bauartgenehmigung aufweisen müssen. Für die Verständigung im Straßenverkehr sind E-Scooter weiterhin nur dann zulässig, wenn sie über eine funktionierende Hupe oder Klingel verfügen. Zu guter Letzt muss auch der Antrieb deaktiviert werden, sobald der E-Scooter nicht mehr mithilfe des Drehgriffs beschleunigt wird.

Darauf sollte beim Kauf geachtet werden

Wer mit dem Gedanken spielt, sich selbst einen E-Scooter zuzulegen, der sollte beim Kauf wichtige Kriterien berücksichtigen. Andernfalls kann die Fahrt im Straßenverkehr ein enormes Risiko darstellen und im schlimmsten Fall sogar rechtliche Konsequenzen haben. Es gilt daher sicherzustellen, dass das gewünschte Modell über eine gültige Betriebserlaubnis verfügt, um im Straßenverkehr überhaupt zulässig zu sein. Darüber hinaus besteht eine Versicherungspflicht für einen jeden E-Scooter. Die entsprechende Versicherungsplakette muss deutlich sichtbar auf der Rückseite des Scooters angebracht sein. Auch gibt es gewissen Grenzen bezüglich der maximalen Leistung. So darf der Elektromotor maximal 500 Watt sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h erzeugen. Das maximale Gewicht hingegen liegt bei 55 Kilogramm.

Sicherheit im Verkehr geht vor

Neben den technischen Aspekten müssen Fahrer von E-Scootern auch gesetzliche Bestimmungen im Straßenverkehr beachten. So ist das Fahren mit Elektro-Tretrollern erst ab einem Alter von 14 Jahren gestattet. Zudem dürfen sie nicht auf Gehwegen gefahren werden. Sofern Radwege vorhanden sind, müssen diese genutzt werden. Da mit einem E-Scooter aktiv am Straßenverkehr teilgenommen wird, unterliegen Fahrer darüber hinaus denselben gesetzlichen Regelungen mit Blick auf den Alkoholgenuss. Wer im alkoholisierten Zustand beim Fahren erwischt wird, kann im Ernstfall sogar seinen Führerschein verlieren.