Das Storck Enario ist ein ganz normales Rennrad. Man kann das Rad mit einer mechanischen Ultegra-Schaltung oder auch mit einer Ultegra Di2 und Funk ausstatten. Gebremst wird ebenfalls mit Ultegra Scheiben. Das aerodynamische Design, die schöne Verarbeitung und die schlichte Form erschließen sich dem Rennrad-Biker sofort. Das Gewicht von 13,4 passt noch nicht ins Bild. Das Road Bike von Storck hat doch einen Carbonrahmen und wirkt leicht, wendig und steif genug für eine Wiegetritt-Attacke? Und sieht man sich das Bike genauer an, fällt einem plötzlich auf, dass es einen Schalter hat. Und es gibt einen Akku im  Unterrohr. Im Trittlager wird auch noch ein Motor integriert.

Das Storck Enario im neuen Flagship-Store in München (c) 2022, Goran Cecavac

Das E kommt von Fazua

Das Storck Enario wird in der Ebene zwischen anderen Rennrädern kaum auffallen. Aber es wird unserer Fahrer am Berg oder bei starkem Gegenwind unterstützen. Die Bereifung mit bis zu 28 Zoll Breite und die gesamte Ausstattung beschleunigen das Enario schnell und unaufdringlich. So lässt es sich zügig in der Gruppe bewegen. Hier wird man keinerlei E-Unterstützung brauchen, um trotzdem gut mitzuhalten. Aber am Berg oder bei Gegenwind holt das Bike seine Vorteile aus der Tasche. Der Fazua Ride 50-Antrieb unterstützt mit ungefähr 58 Nm. Das reicht, um am Berg sehr gute Ergebnisse zu liefern, wo alle anderen stark ins Schwitzen kommen. Bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h wird unterstützt. In der Ebene fährt man meistens schneller. Der 250 Wh Akku reicht für weit über eine Stunde volle Unterstützung – oder auch drei Stunden leichte Unterstützung.

Das Storck Enario auch ohne E?

Kann man das Storck Enario auch ohne E fahren? Ja, das geht. Und noch besser: man kann sogar den Akku UND den Motor entnehmen und durch einen “Downtube-Cover” ersetzen. Dann spart man sich etwas mehr als 3 Kilo Gewicht und hat ein reinrassiges Rennrad. Das Bike liegt dann bei etwas über 10 kg. Rennradreifen mit einer Breite von bis zu 28 mm bieten perfekte Performance.

(c) 2022, Goran Cecavac

Die Fazua-App

Die App von Fazua birgt ein paar Geheimnisse. Zum einen lassen sich Ride 50 Komponenten untereinander austauschen (z.B. der Akku von einem weiteren Fazua-Ride 50 Bike aus der eigenen Garage). Die Fazua-App hilft dem Biker aber auch bei den Einstellungen des Motors und der Unterstützung. Auf meinen Ausflügen schätze ich zum Beispiel eine sehr leichte, Stromsparende Unterstützung in den einfachen Modi “Breeze” oder “River”. Im starken “Rocket” Modus mag ich das Ansprechverhalten gerne aggressiv, da ich am Berg erst dann die Rakete zünde, wenn ich starke Unterstützung brauche – und die will ich dann sofort. Darüber hinaus bietet die Fazua-App aber auch die Infos über die Trittfrequenz. Und diese lassen sich auch an andere Devices, zum Beispiel Sportcomputer von Garmin oder Wahoo weiter leiten ohne ein zusätzliches Gerät. Und wem das alles nicht genug an intelligenter Unterstützung ist, der greift zum Cyklaer.

Der Schalter sitzt im Unterrohr (c) 2022, Goran Cecavac

Fazit:

Wer braucht also ein E-Rennrad wie das Storck Enario oder ähnliche Bikes? Jeder, der sehr gerne mit Freunden in der Gruppe Rennrad fährt, aber einen kleinen Trainingsrückstand hat, den er gerne ausgleichen möchte. Für € 5.500 (mechanische Ultegra) oder € 6.200 (mit Di2) erhält man ein sehr gelungenes, schönes Rennrad mit gewissen E-Extras. In den Flagship-Stores von Storck, wie zum Beispiel dem in München, kann man sich die Bikes ansehen, um einen noch besseren Eindruck zu gewinnen. Das Konzept E-Rennrad geht mit einem Fazua-Antrieb perfekt auf.

Klassische Ultegra-Schaltung (mechanisch oder Di2) und Ultegra-Scheibenbremsen am Storck Enario (c) 2022, Goran Cecavac
Ultegra-Brems- und Schalgriff (c) 2022, Goran Cecavac
Ultegra-Scheibenbremse (c) 2022, Goran Cecavac
(c) 2022, Goran Cecavac